Heißt es „wor-ked"? Die Endung -ed hat nur drei Aussprachen
Du hast Tausende Vokabeln gelernt, aber die Endung -ed bringt dich immer noch ins Stolpern. Spricht man worked als „wor-ked" oder „workt"? Und warum bekommt wanted plötzlich eine Silbe mehr?
Gute Nachricht: Auswendiglernen ist nicht nötig. Wie -ed klingt, hängt allein vom Laut davor ab – und es gibt genau drei Fälle.
Fall 1: /t/ – nach einem stimmlosen Laut
Ist der letzte Laut stimmlos (die Stimmbänder schwingen nicht) – außer t –, wird -ed zu einem kurzen /t/, ohne Extra-Vokal.
- worked /wɜːkt/, watched /wɒtʃt/, hoped /həʊpt/
worked ist nicht „wor-ked", sondern „workt" – eine Silbe, das t kaum hörbar.
Fall 2: /d/ – nach einem stimmhaften Laut
Ist der letzte Laut stimmhaft (Stimmbänder schwingen) – ein stimmhafter Konsonant oder ein Vokal, außer d –, wird -ed zu /d/.
- played /pleɪd/, loved /lʌvd/, called /kɔːld/
Fall 3: /ɪd/ – nach t oder d
Nur wenn das Wort auf /t/ oder /d/ endet, wird -ed zur eigenen Silbe /ɪd/. Das ist der einzige Fall, der einen Takt hinzufügt.
- wanted /ˈwɒntɪd/, needed /ˈniːdɪd/, decided /dɪˈsaɪdɪd/
Ein Trick ohne Auswendiglernen: Leg einen Finger an den Hals und sprich den letzten Laut des Grundworts. Es summt → /d/. Kein Summen → /t/. Ist der Laut schon t oder d → /ɪd/.
Das sind alle drei Regeln. Beim nächsten -ed also zuerst auf den Laut davor schauen.
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