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„Believe" und „receive" – klingen die wirklich gleich? Die Eselsbrücke „i vor e" sagt nichts über die Aussprache

In der Schule lernt man den Merkspruch „i before e, except after c" – i steht vor e, außer nach c. Das beschreibt aber nur die Schreibweise, nicht die Aussprache. Und die Regel hat massenhaft Ausnahmen: weird, seize, either, science, foreign ignorieren sie alle.

Wichtiger als die Buchstabenreihenfolge sind drei Lautgruppen.

Gruppe 1: ie, oder ei nach c → /iː/

Gruppe 2: ei → /eɪ/

Dieses ei klingt wie der Name des Buchstabens A. Vergleich mit Gruppe 1: believe ist „ie", weight ist „ei" – gleiche zwei Buchstaben, komplett anderer Laut.

Gruppe 3: ei → /aɪ/

Diese Gruppe ist klein, aber häufig – und wird am öftesten fälschlich wie Gruppe 1 gelesen. Height reimt sich nicht auf ein langes „ie", sondern auf kite.

Und ein paar Wörter, die sich an gar nichts halten

weird /wɪərd/ und seize /siːz/ brechen die „außer nach c"-Regel offen, ohne dass es jemanden stört. Science /ˈsaɪəns/ ist gar keine echte ie-Kombination, sondern zwei Silben: sci-ence. Foreign /ˈfɒrɪn/ und forfeit /ˈfɔːfɪt/ sind zwar ei geschrieben, fallen aber auf ein kurzes /ɪ/ zusammen.

Üben: nach Klang sortieren, nicht nach Buchstabenreihenfolge

Vergiss „i vor e". Sortiere stattdessen nach dem, was sich wirklich reimt: believe gehört zu achieve, weight gehört zu eight, height steht allein, der Rest wird einzeln auswendig gelernt.

Unsicher, welchen Laut ein unbekanntes ie/ei-Wort hat? PHONO liest jeden englischen Text per Kamera und markiert jedes Wort mit Lautschrift, sodass believe, receive, weight und height auch im selben Satz nie zur Ratesache werden.