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Warum heißt es „city" mit /s/, aber „cat" mit /k/? Die C/G-Regel

Du liest city und sprichst automatisch ein /s/, dann liest du cat und plötzlich ist es ein /k/. Gleicher Buchstabe, unterschiedlicher Laut. Klingt nach reinem Auswendiglernen — ist es aber nicht.

Die Regel für c: nur der nächste Buchstabe zählt

Steht nach c ein e, i oder y, wird es weich gesprochen: /s/. Steht danach etwas anderes – a, o, u, ein Konsonant oder das Wortende –, wird es hart: /k/.

Diese Regel hat kaum Ausnahmen. Gerade weil sie so zuverlässig ist, merkt kaum jemand, dass es überhaupt eine Regel ist.

g funktioniert genauso, hält sich aber weniger streng daran

Nach e, i oder y wird g meist weich gesprochen: /dʒ/. Nach allem anderen bleibt es hart: /ɡ/.

Aber g hat eine hartnäckige Gruppe von Ausnahmen

get /ɡet/, give /ɡɪv/, girl /ɡɜːl/, gift /ɡɪft/, tiger /ˈtaɪɡə/ – überall folgt ein e oder i, und trotzdem bleibt das g hart. Kein Zufall: Die weiche Regel kam mit der Flut französischer und lateinischer Lehnwörter nach der normannischen Eroberung ins Englische. Get, give, girl und gift sind ältere, ureigene englische Wörter (meist aus dem Altenglischen oder Altnordischen) und von dieser Regel schlicht nie erfasst worden.

Manche Wörter umgehen die Regel sogar absichtlich in der Schreibung: guess /ɡes/, guitar /ɡɪˈtɑː/, guide /ɡaɪd/. Das u wird nicht gesprochen – es steht nur zwischen g und e/i, um das harte g zu erzwingen.

Ein Trick ohne Auswendiglernen: Schau vor dem Sprechen kurz auf den Buchstaben direkt nach c oder g. Bei c stimmt die Regel fast immer. Bei g merkst du dir einfach get/give/girl/gift als Ausnahmeliste – der Rest folgt der Regel.

Unsicher, ob ein c oder g in einem Wort weich oder hart klingen soll? PHONO versieht jeden englischen Text mit IPA – abfotografieren oder einfügen, in britischer oder amerikanischer Aussprache anhören.