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cap oder gap? Der Unterschied zwischen /k/ und /g/ liegt nicht im "Brummen"

Wer cap und gap oder curl und girl verwechselt, bekommt meist den Rat, die Stimmbänder zu ertasten: g vibriert, k nicht. Legt man die Hand an den Hals, spürt man bei beiden Wörtern kaum etwas — und ist danach verwirrter als vorher.

Der Grund: Das englische /g/ ist am Wortanfang oft kaum stimmhaft

/k/ und /g/ werden beide am weichen Gaumen gebildet, mit demselben Verschluss und derselben Öffnung. Die Bezeichnung "stimmlos" und "stimmhaft" suggeriert, /g/ müsse von Anfang bis Ende durchgehend vibrieren. Tatsächlich ist das englische /g/ am Anfang einer betonten Silbe oft nur kurz und schwach stimmhaft, manchmal gar nicht. Es verhält sich eher wie ein "unaspiriertes k" als wie das durchgehend stimmhafte g im Französischen oder Spanischen.

Was cap wirklich von gap unterscheidet, sind zwei andere Dinge:

Erstens: k wird aspiriert, g nie

Das /k/ am Anfang einer betonten Silbe entlässt beim Lösen des Verschlusses einen deutlichen Luftstoß — das ist Aspiration. Bei /g/ fehlt dieser Luftstoß.

Testen Sie es: Halten Sie die Handfläche wenige Zentimeter vor den Mund und sagen Sie cap — Sie spüren Luft auf der Hand. Bei gap fast nichts. Derselbe Test funktioniert für pin und bin.

Zweitens: Der Vokal ist nach k kürzer, nach g länger

Im Englischen gilt: Vokale werden vor stimmlosen Konsonanten verkürzt und bleiben vor stimmhaften länger. /k/ zählt als stimmlos, /g/ als stimmhaft:

Muttersprachler nutzen dieses Signal unbewusst, aber es ist verlässlicher als das Vibrieren, besonders im schnellen Redefluss.

Paare zum Vergleichen

Sprechen Sie jedes Paar dreimal hintereinander und achten Sie nur auf zwei Dinge: bei k einen Luftstoß und einen kurzen Vokal, bei g keinen Luftstoß und einen etwas längeren Vokal. Suchen Sie nicht länger nach einem Vibrieren — im natürlichen Sprechtempo ist es nicht zuverlässig da.

PHONO liest jeden englischen Text per Kamera und markiert jedes Wort mit IPA, mit britischer und amerikanischer Aussprache zum Vergleichen.