cats und dogs enden beide auf -s – warum klingen sie verschieden?
Viele glauben, ein angehängtes -s spricht man immer als „ss". Aber cats endet auf ein klares /s/, dogs auf ein summendes /z/, und buses bekommt sogar eine Silbe mehr – was ist da los?
Gute Nachricht: Auswendiglernen ist nicht nötig. Die Aussprache von -s (bei Pluralformen und der 3. Person Singular gleichermaßen) hängt allein vom Laut davor ab – und es gibt genau drei Fälle.
Fall 1: /s/ – nach einem stimmlosen Laut
Ist der letzte Laut stimmlos (die Stimmbänder schwingen nicht) – und kein Zischlaut –, wird -s zu einem klaren /s/.
- cats /kæts/, books /bʊks/, hopes /həʊps/
cats ist nicht „cat-ss" – das /s/ klinkt sich einfach ans /t/ an.
Fall 2: /z/ – nach einem stimmhaften Laut
Ist der letzte Laut stimmhaft (Stimmbänder schwingen) – ein stimmhafter Konsonant oder ein Vokal –, wird -s zu /z/.
- dogs /dɒɡz/, plays /pleɪz/, cars /kɑːz/
Wörter, die auf einen Vokal enden, nehmen immer /z/.
Fall 3: /ɪz/ – nach einem Zischlaut (s/z/ʃ/tʃ/dʒ)
Nur wenn das Wort auf einen Zisch- oder Reibelaut endet, wird -s zur eigenen Silbe /ɪz/. Das ist der einzige Fall mit einer Silbe mehr.
- buses /ˈbʌsɪz/, boxes /ˈbɒksɪz/, watches /ˈwɒtʃɪz/
Ein Trick ohne Auswendiglernen (derselbe wie bei -ed): Endet das Wort auf einen Zischlaut (s, z, sh, ch, ge)? Dann → /ɪz/, eine Silbe mehr. Wenn nicht, Finger an den Hals: Es summt → /z/, kein Summen → /s/.
Das sind alle drei Regeln. Beim nächsten -s also zuerst auf den Laut davor schauen.
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