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Warum aus "stop" bei dir "shtop" wird: /s/ und /ʃ/ sauber trennen

Im Deutschen beginnt Straße mit einem /ʃ/-Laut, obwohl da "St" steht – vor p und t am Silbenanfang wird das s automatisch zu sch. Genau diese Regel überträgst du unbewusst ins Englische, und aus stop wird "shtop", aus sport wird "shport", aus story wird "shtory". Im Englischen gilt diese Regel nicht: st und sp bleiben immer /st/ und /sp/, ganz gleich wo im Wort.

/s/: Zungenspitze nah an den Zahndamm, schmaler Spalt

Die Zungenspitze nähert sich dem Zahndamm hinter den oberen Schneidezähnen, ohne ihn zu berühren, und lässt Luft durch einen schmalen Spalt entweichen. Das Ergebnis ist ein scharfes, dünnes Zischen.

/ʃ/: Zunge zieht sich zurück, Lippen leicht vorgestülpt

Für /ʃ/ zieht sich die Zunge weiter nach hinten und oben, der Kanal wird breiter und flacher, und die Lippen runden sich leicht nach vorn. Der Laut klingt tiefer und weicher – wie das "Pscht", mit dem man jemanden zur Ruhe bringt.

Die Falle bei st- und sp-

Anders als im Deutschen bleibt s vor t oder p im Englischen immer ein reines /s/, nie /ʃ/: stop ist /stɒp/, nicht /ʃtɒp/; sport ist /spɔːt/, nicht /ʃpɔːt/. Zusätzlich gibt es die echten Minimalpaare, bei denen /s/ und /ʃ/ die Bedeutung ändern: see /siː/ vs. she /ʃiː/, sip /sɪp/ vs. ship /ʃɪp/, sock /sɒk/ vs. shock /ʃɒk/.

So übst du es: Sprich zuerst eine Reihe englischer st-Wörter (stop, story, still) bewusst ohne jede Lippenrundung – die Lippen bleiben entspannt, nicht vorgestülpt. Wechsle dann zu she-shop-wish und beobachte, wie sich die Lippen jetzt von selbst nach vorn schieben. Der Unterschied in der Lippenbewegung ist der schnellste Check, ob du gerade /s/ oder /ʃ/ produzierst.

Unsicher, ob ein Wort /s/ oder /ʃ/ braucht? PHONO liest jeden englischen Text per Kamera und markiert jedes Wort mit IPA, mit britischer und amerikanischer Aussprache zum Vergleichen.